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Neuerungen in Delphi und C++Builder 2010

Aus RAD Studio XE2
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Hinweis: Dieses Dokument beschreibt ein früheres Release.

Dieses Release stellt neue Leistungsmerkmale zur Entwicklung von Delphi- und C++Builder-Anwendungen bereit.

Informationen zum Migrieren Ihrer Projekte finden Sie unter RAD Studio 2010 Migration Center.

Informationen über die InstantOn-Versionen finden Sie unter Delphi und C++Builder InstantOn FAQ (häufig gestellte Fragen).

Inhaltsverzeichnis

Änderungen der IDE

In der IDE wurden zahlreiche Änderungen zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit des Produkts vorgenommen.

Siehe auch die IDE-bezogenen Blogs und Vorschauen:

Änderungen des Quelltext-Editors

  • Aktivieren/Deaktivieren des Code-Folding: Das neue Kontrollkästchen Code-Folding wurde dem Dialogfeld Tools > Optionen > Editor-Optionen hinzugefügt. Damit können Sie das Code-Folding im Quelltext-Editor aktivieren/deaktivieren, so dass Ihre Code-Folding-Einstellung von Sitzung zu Sitzung erhalten bleibt. Siehe auch Code-Folding verwenden und Quelltext-Editor.
  • Mit der Taste Tab können Sie nun die aktuelle Codezeile oder einen Codeblock im Quelltext-Editor einrücken.
  • Drag&Drop von Dateien: Sie können nun Dateien per Drag&Drop vom Quelltext-Editor in die Projektverwaltung verschieben. Die verschobene Datei wird an der entsprechenden Position in das Projekt eingefügt. Siehe Dateien hinzufügen und entfernen.
  • In Delphi kann das Refactoring mit Generics verwendet werden: Bei der Bearbeitung von Delphi-Code können Sie die Refactoring-Operationen Umbenennen, Parameter ändern und Methode extrahieren auf Bezeichner und Methoden anwenden, die mit Generics verwendet werden. Bitte beachten Sie, dass das Refactoring keine interne Modellierungsfunktion mehr ist; um Refactoring-Operationen im Quelltext-Editor auszuführen, muss die Modellierungsunterstützung für Ihr Projekt nicht aktiviert sein.
  • Quelltext formatieren: Bei der Bearbeitung von Delphi- oder C++-Code im Quelltext-Editor können Sie mit dem Befehl Bearbeiten > Quelltext formatieren den Quelltext formatieren. Formatierungsoptionen lassen sich auf der Seite Formatierungsoptionen des Dialogfeldes Optionen (Tools > Optionen > Formatierung) für Einzug, Leerzeichen, Zeilenumbrüche und Schreibweise festlegen.
  • Bei der Bearbeitung Ihres Quelltextes im Quelltext-Editor können Quelltext-Audits und -Metriken jetzt mit den Befehlen Projekt > QS-Audits und Projekt > QS-Metriken aktiviert werden. Quelltext-Audits und -Metriken sind keine internen Modellierungsfunktionen mehr; um Audits und Metriken im Quelltext-Editor auszuführen, muss die Modellierungsunterstützung für Ihr Projekt nicht aktiviert sein. Das Video Audits DCC in Delphi 2010 von Mike Rozlog zeigt, wie mit Audits doppelter Code für Bedingungen gefunden wird.
  • Änderungen der Programmierhilfe:
    • In C++ kann die Programmierhilfe für den C++-Bereichsoperator (::) eingesetzt werden. Wenn Sie einen Klassennamen und zwei Doppelpunkte (::) eingeben, wird sofort das Fenster der Programmierhilfe geöffnet (Sie müssen die Programmierhilfe nicht über die Tastenkombination Strg+Leer aktivieren).
    • In Delphi berücksichtigt die Programmierhilfe reservierte Wörter von Delphi, wenn Sie deren Anzeige im Dialogfeld Code Insight aktivieren (Tools > Optionen > Editor-Optionen > Code Insight).
    • Mit der Taste Esc können Sie sowohl in Delphi als auch in C++ die Anforderung der Programmierhilfe abbrechen bzw. das Fenster der Programmierhilfe schließen. Diese Funktion ist nur für C++ neu.
Siehe Programmierhilfe.
  • Drag&Drop von Symbolen: Sie können jetzt bestimmte Symbole im Fenster des Quelltext-Editors verschieben. Zum Beispiel:
    • Haltepunktsymbole: Ein verschobener Haltepunkt behält die Einstellungen des ursprünglichen Haltepunktes bei. Weitere Informationen zu Haltepunkten finden Sie unter Haltepunkte setzen und bearbeiten.
    • Positionsmarkensymbole: Die verschobene Positionsmarke hat dieselbe Nummer wie die ursprüngliche Positionsmarke. Weitere Informationen zu Positionsmarken finden Sie unter Positionsmarken.
    • Das Anweisungszeigersymbol ExecutionPoint.bmp: Dieses Symbol kennzeichnet die Zeile, die (beim Debuggen) als nächste ausgeführt wird.

Änderungen der Projektverwaltung

  • Sortieren des Inhalts der Projektverwaltung: Mit der neuen Schaltfläche Sortieren nach in der Symbolleiste können Sie die Elemente in der Projektverwaltung nach Name, Zeitstempel, Pfadname oder Dateityp sortieren. Wenn Sie Autom. sortieren wählen, werden Elemente, die später in das Projekt oder die Projektgruppe aufgenommen werden, gemäß der aktuellen Sortierreihenfolge eingefügt. Siehe Projektverwaltung.
    • Um für die aktuelle Projektgruppe eine globale Sortierung festzulegen, klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche SortBy.jpg und wählen Sortieren nach.
    • Wenn Sie für alle neu erstellten oder importierten Projekte eine Standardsortierreihenfolge festlegen möchten, klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche SortBy.jpg und wählen Standardsortierreihenfolge.
    • Um eine lokale Sortierung auf Projektebene festzulegen, wählen Sie im Kontextmenü des Projekts den Befehl Sortieren nach.
  • "Ab hier alle compilieren" und "Ab hier alle erzeugen": Das Kontextmenü für Projekte in der Projektverwaltung enthält den neuen Befehl Ab hier, mit dem folgende Aktionen ausgeführt werden können:
    • Ab hier alle compilieren
    • Ab hier alle erzeugen
    • Ab hier alle bereinigen
Diese drei Befehle starten die Compilierung, Erzeugung oder Bereinigung. Die Ausführung der jeweiligen Operation beginnt bei dem im Projekt ausgewählten Knoten. Eine Beschreibung dieser Befehle finden Sie unter Kontextmenü für Projekte.
  • Alle compilieren, Alle erzeugen und Alle bereinigen: Diese neuen Kontextmenübefehle stehen für Projektgruppen zur Verfügung, die mehrere Projekte enthalten. Siehe Kontextmenü für Projektgruppen.
  • Das Kontextmenü für Projekte in der Projektverwaltung enthält den neuen Befehl Installieren|Deinstallieren, mit dem Sie ein Entwurfszeit-Package installieren bzw. deinstallieren können.

Änderungen der Tool-Palette

  • Die neue, optionale Komponenten-Symbolleiste enthält alle Kategorien und Komponenten, die in der normalen Tool-Palette (Standard, Datenzugriff usw.) enthalten sind.
Sie aktivieren die Komponenten-Symbolleiste mit dem Befehl Ansicht > Symbolleisten > Komponente. Wenn die Komponenten-Symbolleiste aktiviert ist, können Sie Ihrer Anwendung entweder über die Komponenten-Symbolleiste oder die Tool-Palette Komponenten hinzufügen. Durch Klicken auf ein Register in der Komponenten-Symbolleiste werden Symbole angezeigt, die die Komponenten in der betreffenden Kategorie repräsentieren. Mit einem Klick auf das Symbol einer Komponente können Sie diese in das Formular einfügen.
Siehe Aktivieren der Komponenten-Symbolleiste. Siehe auch die Blogs "Old School" Tool Palette von Nick Hodges und How to configure Delphi 2010 to look, work, and feel like Delphi 7 von Andreano Lanusse.
  • Hinweise in der Tool-Palette: Wenn Sie den Mauszeiger über eine Komponente in der Palette bewegen, wird ein Hinweis mit grundlegenden Informationen (Name der Komponente, Name der Unit und Name des Entwurfszeit-Package) angezeigt.

Änderungen der Suchbefehle

Einige Suchbefehle wurden geändert und folgendermaßen erweitert:

  • Der Befehl Suchen > Suchen (Strg+F) wurde überarbeitet. Er wird nun in Form einer Taskleiste am unteren Rand des Quelltext-Editors und nicht mehr als Dialogfeld angezeigt (siehe auch Suchbefehl): FindTaskBar.bmp
  • In der IDE werden jetzt alle Übereinstimmungen optisch hervorgehoben. Dabei wird die erste Fundstelle in einer anderen Farbe als die weiteren Übereinstimmungen markiert.
    • Die beiden verwendeten Farben sind für die Farbschemas der IDE vordefiniert.
    • Sie können die Farben ändern, indem Sie unter Weitere Markierung für Suchübereinstimmung im Dialogfeld Tools > Optionen > Editor-Optionen Hintergrund- und Vordergrundfarben auswählen.
    • Um die Markierung aller Suchübereinstimmungen zu deaktivieren, entfernen Sie die Markierung von der Option Alle Übereinstimmungen anzeigen im Dialogfeld Tools > Optionen > Editor-Optionen.
  • Die inkrementelle Suche verfügt auch über eine neue Suchleiste: IncrementalSearch2.jpg. Sie können einfach mit der Eingabe beginnen oder einen früheren Suchstring auswählen. Während Ihrer Eingabe wird die erste Übereinstimmung im Editor hervorgehoben, und alle anderen Übereinstimmungen werden in der zweiten Farbe markiert.
  • Das Dialogfeld Suchen > In Dateien suchen enthält das neue Feld Verzeichnisse, in das Platzhalterangaben wie *.pas oder *.cpp eingegeben werden können. Sie haben die Möglichkeit, mehrere Verzeichnisse festzulegen, indem Sie die Verzeichnisnamen im Feld Verzeichnisse durch ein Semikolon trennen. Sie können aber auch auf die neue Schaltfläche Ordner und Gruppen klicken, um das Dialogfeld Verzeichnisse auswählen zu öffnen. Im Dialogfeld Verzeichnisse auswählen lassen sich Verzeichnislisten und Verzeichnisgruppen zusammenstellen. Weitere Informationen finden Sie unter:
  • IDE Insight: Waren Sie schon einmal in der Situation, dass Sie einen bestimmten Befehl aufrufen wollten, aber vergessen haben, in welchem Menü sich der Befehl befindet? IDE Insight stellt die Lösung dafür bereit! Sie können in das neue Suchfenster IDE Insight einen String eingeben und dann in einer Liste aller mit ihm übereinstimmenden Elemente der IDE und der aktuellen Projektumgebung eine Auswahl treffen. Das Fenster IDE Insight enthält eine Liste mit Kategorien wie Befehle, Dateien, Komponenten, Projektoptionen usw.
Während Sie den Suchstring eingeben, führt IDE Insight eine inkrementelle Suche durch: Das Fenster IDE Insight enthält nur die Kategorien, die Übereinstimmungen enthalten. Außerdem wird für jede Kategorie eine Fundstelle mit der "besten" Übereinstimmung angezeigt. Mit der Tastenkombination Alt+A oder einer Schaltfläche im Dialogfeld IDE Insight können Sie zwischen der Anzeige aller Kategorien (mit einer passenden Fundstelle pro Kategorie) und der Anzeige aller Übereinstimmungen umschalten. Wenn Sie alle Übereinstimmungen anzeigen lassen, müssen Sie möglicherweise durch die Liste blättern, um die gesuchte Übereinstimmung zu finden.
Wenn Sie auf ein Element im Fenster IDE Insight doppelklicken, wird die dazugehörige Aktion automatisch aufgerufen oder ausgeführt. Wenn Sie z.B. "öffnen" eingeben, wird eine Liste mit allen aktuell vorhandenen Elementen angezeigt, die die Zeichenfolge "öffnen" enthalten. Wenn Sie auf den Namen eines Dialogfelds doppelklicken, wird das Dialogfeld geöffnet. Bei einem Doppelklick auf eine Komponente (wie z.B. TOpenDialog) wird diese automatisch dem aktiven Formular hinzugefügt.
Um das Suchfenster IDE Insight zu öffnen, wählen Sie Suchen > IDE Insight oder drücken F6 (bei der klassischen oder der Brief-Tastenbindung drücken Sie Alt+F1). Siehe Suchen von Elementen in der IDE mit IDE Insight und Steuern der Suche in IDE Insight.
Siehe auch: IDE Insight von Nick Hodges

Änderungen des Dialogfeldes "Objektgalerie"

Das Dialogfeld Objektgalerie, auch Galerie genannt (Datei > Neu > Weitere), verfügt über die folgenden neuen Funktionen:

  • In das neue Suchfeld (GalllerySearch.jpg) können Sie einen Teilstring eingeben, um Namen von Elementen in der Galerie zu suchen.
    • Dieses neue Suchfeld hängt intern ein * (entspricht 0 oder beliebig vielen übereinstimmenden Zeichen) an den Anfang und das Ende des von Ihnen eingegebenen Strings an. Zusätzlich können Sie die Platzhalterzeichen ? und * verwenden.
    • Wenn Sie einen Suchbegriff eingeben, werden nur die Seiten mit gefundenen Übereinstimmungen und auf diesen Seiten nur die übereinstimmenden Begriffe angezeigt.
    • Wenn Sie beispielsweise alle Komponenten anzeigen möchten, die das Wort "modul" oder "Modul" enthalten, müssen Sie nur den Teilstring "mod" eingeben.
  • Das Dialogfeld Objektgalerie zeigt jetzt neben den verfügbaren auch die nicht zur Verfügung stehenden Elemente an. Früher enthielt die Galerie nur die Komponenten, die aktuell verwendet werden konnten (d.h. vom aktuellen Kontext unterstützt wurden). Nun werden auch die aktuell nicht verfügbaren Komponenten angezeigt. Diese sind jedoch abgedunkelt, um darauf hinzuweisen, dass sie nicht verwendet werden können.
  • Sie können Ihrem Projekt eine leere Datei hinzufügen und ihre Dateierweiterung festlegen. Die Seite Datei > Neu > Weitere > Andere Dateien enthält den neuen Eintrag Textdatei, der das Dialogfeld Neue Datei aufruft. Wählen Sie einen Dateityp aus einer Liste aus, oder geben Sie einen Dateityp ein. Siehe Dateien hinzufügen und entfernen.
Um das Dialogfeld Objektgalerie anzuzeigen, wählen Sie Datei > Neu > Weitere.

Sonstige Änderungen der IDE

  • In der Größe veränderbares Dialogfeld "Tools - Optionen": Die Größe des Dialogfelds Tools > Optionen lässt sich jetzt ändern, indem Sie auf eine Seite oder Ecke klicken und ziehen.
  • Mit dem Befehl Datei > Zuletzt verwendet wird ein Dropdown-Menü geöffnet, in dem die zuletzt geöffneten Projekte und Dateien angezeigt werden. In dem neuen Dialogfeld Datei > Zuletzt verwendet > Eigenschaften können Sie die maximale Anzahl von Projekten und Dateien festlegen, die in der Liste Zuletzt verwendet angezeigt werden sollen. Siehe Zuletzt verwendet und Eigenschaften für "Zuletzt verwendet". Siehe auch File Reopen von Nick Hodges.
  • Neue Live-Vorlagen: Der Live-Vorlagen-Bibliothek im Fenster "Vorlagen" wurde neue Vorlagen für das Auslösen von Exceptions (Delphi und C++) hinzugefügt.
  • Ansicht > Meldungen: Mit diesem neuen Befehl können Sie das Meldungsfenster explizit öffnen.

Siehe auch die Blogs und Vorschauen unter:

Änderungen des Delphi-Compilers

Die folgenden Änderungen wurden am Delphi-Compiler vorgenommen:

Änderungen in C++Builder 2010

Die folgenden Features sind in C++Builder 2010 neu oder wurden signifikant verändert:

  • C++-Klassen-Explorer: Mit diesem leistungsstarken Klassen-Browser können Sie zusätzliche Informationen über die Typen in Ihrem Projekt extrahieren. Die drei Bereiche des C++-Klassen-Explorers enthalten detaillierte Informationen und stellen für Klassen, Interfaces, Felder, Methoden und Eigenschaften die Befehle "Zu Deklaration wechseln" und "Zu Definition wechseln" bereit.
    • Die Registerseite Diagramm des Fensters Quelle\Referenzen\Diagramm zeigt eine grafische Darstellung der Vererbungshierarchie der in der Typliste ausgewählten Einträge an.
    • In der Typliste können Sie anhand der Befehle Gruppieren nach Ihr Projekt in unterschiedlichen Anordnungen anzeigen:
      • Klassenhierarchie Ihres Projekts
      • Dateiansicht
      • Namespace-Ansicht
      • Benutzerdefinierte Anzeige-Gruppierungen
Die Erstellung von Feldern, Methoden und Eigenschaften wird über Kontextmenübefehle automatisiert. Siehe C++-Klassen-Explorer - Themen.
  • Boost-Bibliotheken: Die Version 1.39 dieser vielseitigen Bibliotheken steht in C++Builder 2010 zur Verfügung.
  • Die sichere C-Bibliothek wurde der C-Laufzeitbibliothek hinzugefügt. Die sicheren C-Funktionen, wie z.B. fscanf_s, fwscanf_s stellen eine Bereichsprüfung von Zeichen-Arrays bereit und verhindern Pufferüberläufe, da Daten niemals über das Ende eines Arrays hinaus geschrieben werden.
  • Der C++-Compiler (BCC32.exe) unterstützt neue Befehlszeilenoptionen:
    • --savemem legt die maximale Größe für SAVEMEM in MB fest.
    • -Vbu erlaubt die Verwendung von 'using' im alten template-Stil. In C++Builder 2009 und früheren Versionen funktionierte 'using' in template nicht, wenn Überladungen vorhanden waren. Die Option -Vbu behält dieses Verhalten bei.
  • Der Compiler unterstützt nun das Attribut [[deprecated]], so dass Benutzer ihre Konstrukte als veraltet kennzeichnen können, und der Compiler Warnungen ausgeben kann (W8111 Zugriff auf veraltete Entität %s (C)). Siehe Deprecated.
  • Der Compiler unterstützt jetzt #pragma once, so dass Benutzer das Problem der Mehrfachinklusion anderweitig behandeln können.
  • Es wurde eine neue Unit für die Verwaltung von Alias-Records (#pragma alias) hinzugefügt. Nun stehen zwei Records zur Verfügung: einer für Unicode- und einer für Nicht-Unicode-Aliase.
  • Die Sprachunterstützung für die VCL (C++) wurde überarbeitet und wie die C++Builder-6-Online-Hilfe wiederhergestellt. Dieser Abschnitt enthält wichtige Informationen über Unterschiede zwischen Standard-C++ und C++Builder, die sich aus der Arbeit in einer Object-Pascal-Umgebung in RAD Studio ergeben.
    • Hinweis:_tchar ist nun wchar_t anstatt char zugeordnet. Verwenden Sie als Eintrittspunkt für neue Anwendungen in C++Builder entweder _tmain() oder _tWinMain().

Änderungen der Modellierung

Einen Überblick über die Modellierung zeigt das Video UML Visualize With RAD Studio 2010 von Mike Rozlog.

Die folgenden Änderungen wurden an den UML-Modellierungs-Komponenten vorgenommen:

  • Verlaufsfarben. Die Diagrammansicht unterstützt Verlaufsfarben für den Hintergrund und für Knoten. Verlaufsfarben können für mehrere Ebenen angewendet werden:
    • Hintergrund - In der Diagrammansicht können für den gesamten Hintergrund Verlaufsfarben verwendet werden. Es lassen sich zwei Farben für Hintergrundverläufe festlegen.
    • Knoten - In der Diagrammansicht können für Knoten Verlaufsfarben verwendet werden. Es lassen sich zwei Verlaufsfarben für Knoten festlegen.
    • Knoten entsprechend ihrer Metaklassen - Sie können festlegen, dass Verlaufsfarben für verschiedene Knotentypen von einem vordefinierten Farbschema übernommen werden. Verschiedene Verlaufsfarbpaare sind für mehrere Gruppen (Metaklassen) von Konten (Interfaces, Enumerationen, Klassen, Assoziationsklassen etc.) definiert.
    • Bestimmte Knoten - Im Objektinspektor können Sie bestimmte Verlaufsfarbpaare für Farbverläufe einzelner Knoten festlegen.
  • Member erstellen. In der Diagrammansicht können Sie folgendermaßen neue Member erstellen:
    • Mit '+' neue Member zu Abschnitten hinzufügen - In Knoten können Sie mit der Schaltfläche '+' am Ende des Namensbereichs des Abschnittes entsprechende Member für Klassifizierer hinzufügen. Klicken Sie dazu einfach auf die Schaltfläche '+' im Namensbereich des Abschnittes, und ein neuer Member wird angezeigt. Der Member-Name kann bearbeitet werden.
    • Mit 'Einfg' das Kontextmenü 'Hinzufügen' aktivieren - Klicken Sie auf einen Knoten, und drücken Sie die Taste Einfg. Das Kontextmenü Hinzufügen wird geöffnet. Dabei handelt es sich um das normale Untermenü Hinzufügen aus einem Standardkontextmenü, das durch Rechtsklicken in diesem Knoten aktiviert wird.
  • Beziehungen erstellen. In der Diagrammansicht können Sie folgendermaßen Beziehungen zwischen Knoten erstellen:
    • Erstellen Sie mit dem Popup-Symbol OutputLinkIcon.png, das neben einem Knoten angezeigt wird, wenn der Mauszeiger darüber bewegt wird, ausgehende Beziehungen.
    • Erstellen Sie mit dem Popup-Symbol InputLinkIcon.png, das neben einem Knoten angezeigt wird, wenn der Mauszeiger darüber bewegt wird, eingehende Beziehungen.
    • Beziehungs- und Zielknoten erstellen. Wenn Sie beim Anlegen einer Beziehung auf den Diagrammhintergrund klicken, wird das Kontextmenü mit den Typen, die erstellt werden können, angezeigt.
  • Knotendarstellung. Die Diagrammansicht bietet eine verbesserte Darstellung von Knoten:
    • Ecken von Rechtecken abrunden. Mit dieser Option werden die Ecken von rechteckigen Knoten abgerundet dargestellt.
    • Abschnitte ein-/ausblenden. Alle Abschnitte in dem ausgewählten Knoten können mit dem Kontextmenübefehlen Layout > Alle ausblenden und Layout > Alle einblenden aus- bzw. eingeblendet werden.
    • Knoten ohne Abschnitte. Mit dem Kontextmenübefehl Layout > Kurzansicht können ausgewählte Knoten ohne ihre Abschnitte angezeigt werden.
  • [C++] Dateien der Klasse bei Klassenumbenennung umbenennen. Diese Option wird für C++-Modellierungsprojekte verwendet. Damit wird festgelegt, dass beim Umbenennen einer Klasse in der Diagramm- oder Modellansicht die Quelltextdatei, die den Klassencode enthält, auch entsprechend umbenannt wird. Ist diese Option auf False gesetzt, wird das Umbenennen nur einmal ausgeführt. Wenn Sie eine Klasse erstellen, wird die Datei, die diese Klasse enthält, ebenfalls angelegt. Wenn Sie den Namen dieser Klasse während der ersten Aktivierung des Zeilen-Editors ändern, wird der Dateiname entsprechend geändert. Bei nachfolgenden Umbenennungen der Klasse wird der zugehörige Dateiname jedoch nicht geändert.

Änderungen des Debuggers

Die folgenden Funktionen des Debuggers sind neu oder wurden signifikant verändert:

  • Zwei Arten von benutzerdefinierten Datenvisualisierungen können jetzt erzeugt und über die Tools-API eingebunden werden. Das Produkt verfügt über mehrere integrierte Debugger-Visualisierungen:
    • TDateTime (Delphi und C++)
    • std::string und std::wstring (nur C++)
    • TStringList (Delphi und C++)
Im Dialogfeld Tools > Optionen > Debugger-Optionen > Visualisierung und in den verschiedenen Debug-Fenstern, die Visualisierungen unterstützen, können Sie bestimmte Visualisierungen auswählen. Siehe Debugger-Visualisierungen und Debugger-Visualisierungen aktivieren/deaktivieren. Das Video Debug Visualizer in RAD Studio 2010 zeigt Einzelheiten über die Visualisierungen.
  • Das Ereignisprotokoll wurde folgendermaßen neu gestaltet:
    • Das Ereignisprotokoll ist nun als TVirtualStringTree und nicht mehr als TStringGrid implementiert. Die Protokollierung erfolgt dadurch schneller.
    • Sie können den Bildlauf durch die Ereignisse anhalten, indem Sie im Fenster Ereignisprotokoll klicken und ein Ereignis auswählen (hierfür muss auf der Seite Tools > Optionen > Debugger-Optionen > Ereignisprotokoll die Option Neue Ereignisse in Ansicht ausgewählt sein) (siehe Ereignisprotokoll-Optionen).
    • Mehrzeilige Ereignisse werden im Ereignisprotokoll jetzt in separaten Zeilen angezeigt:
      • Der Ereignistyp erscheint in der ersten Zeile.
      • Der Ereignistext erscheint in den folgenden Zeilen.
      • Prozessinformationen erscheinen in den letzten Zeilen.
    • Umfangreiche Ereignismeldungen werden in einem Hinweisfenster angezeigt, wenn der Mauszeiger über ein Ereignis im Ereignisprotokoll bewegt wird.
  • Die Option Seiteneffekte in neuen Ausdrücken wurde von der Seite Embarcadero-Debugger auf die Seite Tools > Optionen > Debugger-Optionen verlagert und in Seiteneffekte und Funktionsaufrufe in neuen Ausdrücken zulassen umbenannt. Diese Option im Dialogfeld Debugger-Optionen ist identisch mit der Option Seiteneffekte und Funktionsaufrufe zulassen im Dialogfeld Darstellung überwachter Ausdrücke.
  • Das Kontextmenü für den Registerausschnitt im CPU-Fenster verfügt über drei neue Verfolgen-Befehle. Mit diesen Befehlen wird jeweils in einem der anderen Ausschnitte der CPU-Ansicht auf die Adresse positioniert, die im aktuell ausgewählten Register angegeben ist:
    • Verfolgen > Near-Code- Positioniert den Disassembly-Ausschnitt auf die im aktuell ausgewählten Register enthaltene Adresse.
    • Verfolgen > Offset zu Daten- Positioniert den Speicherausschnitt auf die im aktuell ausgewählten Register enthaltene Adresse.
    • Verfolgen > Offset zu Stack - Positioniert den Stack-Ausschnitt auf die im aktuell ausgewählten Register enthaltene Adresse.

Datenbank

Die folgenden Änderungen dienen einer verbesserten Unterstützung der Datenbankanwendungsentwicklung:

dbExpress

dbExpress erhielt die folgenden neuen Features:

  • dbExpress bietet vollständige Treiber- und Framework-Unterstützung für:
    • Interbase 2009 (einschließlich To-Go)
    • MS SQL Server 2008
    • MySQL 5.1
    • Firebird
  • Enthält Quellcode für MIDAS DLL.
  • Funktionen für Datums-/Uhrzeitwerte unterstützen nun:
    • Von der Länderkennung abhängige String-Formatierung
    • Auf der Länderkennung basierenden Zeitstempel-Offset
  • Ein ganzzahliger 64 Bit-Wert wird nun als BIGINT-Typ und nicht mehr als BCD dargestellt.

DataSnap

DataSnap verfügt über die folgenden neuen Funktionen:

  • Entwickler können den Kommunikations-Stream zwischen Client und Server verarbeiten. *Für DataSnap kann HTTP als Transportprotokoll verwendet werden.
  • DataSnap implementiert die Benachrichtigung des Client durch den Server mittels Callbacks (asynchrone Methodenausführung).

Siehe den neu gestalteten DataSnap-Abschnitt in DataSnap-Anwendungen entwickeln und Mehrschichtige Anwendungen erstellen - Index.

Die Videos Developing Multi-Tier Solutions Using DataSnap, DataSnap Tooling, and Building DataSnap Clients and Servers zeigen weiterführende Informationen über DataSnap.

VCL und RTL

Eine Übersicht über die Funktionen der VCL-Benutzerschnittstelle, die auch für die Version 2010 gültig sind, finden Sie unter Building User Interfaces with Delphi 2009 von Marco Cantu.

Die VCL (Visual Component Library) und die Delphi-RTL (Laufzeitbibliothek) wurden folgendermaßen geändert:

  • Unit Rtti. Stellt eine umfassende RTTI-Unterstützung bereit (ergänzend zur alten Unit TypInfo). Einen allgemeinen Überblick über die Funktionen in der Unit Rtti finden Sie unter Mit RTTI arbeiten.
  • Touch-Tastatur: Das neue Framework für virtuelle Tastaturen befindet sich in der Unit Vcl.Touch.Keyboard. Siehe Überblick zur Touch-Tastatur.
  • TDirect2DCanvas wurde hinzugefügt, um die neue Direct2D-basierte Zeichenfläche von Windows 7 zu unterstützen. TDirect2DCanvas ist in VCL-Anwendungen standardmäßig deaktiviert. Die Zeichenfläche muss manuell erstellt und mit einem vorhandenen GDI-Gerätekontext verbunden werden. Siehe Die Direct2D-Zeichenfläche.
  • Für WIC ist ein TGraphic-Wrapper (TWICGraphic) verfügbar, der das Laden von Grafiken für Direct2D-Anwendungen vereinfacht. TIFF wird nun in TImage unterstützt.
  • Die Funktion PtInCircle (die der vorhandenen Funktion PtInRect ähnelt) wurde der Unit Types hinzugefügt. PtInCircle überprüft, ob ein angegebener Punkt in einem bestimmten Kreis liegt.
  • Sie können jetzt einer TBitmap-Grafik mit den Methoden Assign/AssignTo ein TIcon-Bild zuweisen.
  • TStringBuilder unterstützt jetzt die Methode Clear, mit der das gespeicherte Zeichen-Array geleert werden kann.
  • TProgressBar unterstützt jetzt die 32-Bit-Eigenschaften Max, Min und Position (auf geeigneten Plattformen).
  • Eine neue Unit namens IOUtils enthält drei statische Klassen: TDirectory, TPath und TFile. Diese Klassen stellen statische Methoden für E/A-Aufgaben bereit. Die meisten Methoden sind bezüglich ihrer Funktionalität und Signatur mit den .NET-Klassen System.IO.Directory, System.IO.Path und System.IO.File kompatibel.
  • Eine neue Methode mit dem Namen ReadSubSections wurde zu TCustomIniFile hinzugefügt, um Inkonsistenzen im Verhalten der vorhandenen Methode ReadSections zwischen TIniFile und TRegistryIniFile zu korrigieren.
  • Hint und CustomHint sind nun published-Eigenschaften von TEditButton (LeftButton und RightButton von TButtonedEdit). LeftButton/RightButton müssen für Hinweise mit Symbolen dargestellt werden, und ShowHint für TButtonedEdit muss True sind.
  • Für die Gitterkomponenten (TDrawGrid, TStringGrid, TDBGrid) wurden Themes-bezogene und Verlaufsstile hinzugefügt.
  • Viele VCL- und RTL-Funktionen wurden als 'inline' definiert.
  • Das Steuerelement TCategoryButtons wurde erweitert und unterstützt nun die Inplace-Bearbeitung von Schaltflächen- und Kategorietiteln.
  • Mit der neuen TThread-Methode NameThreadForDebugging können Sie einem namenlosen Thread einen Namen zuweisen. NameThreadForDebugging kann auch zum Umbenennen von Threads verwendet werden. Thread-Namen werden nur zur Angabe von Thread-Informationen auf der Registerkarte Thread-Status des Debuggers verwendet.

Tools-API

Die Tools-API stellt Interfaces bereit, die die IDE steuern und mit ihr interagieren. Mithilfe dieser Interfaces kann die IDE erweitert und angepasst werden. Die Tools-API ist weitgehend selbsterklärend. Siehe:

Die folgenden Änderungen wurden an der Tools-API vorgenommen:

  • Versionskontrolle: Das Interface IOTAProject wurde erweitert. Siehe auch die beiden neuen Interfaces:
    • IOTAVersionControlNotifier
    • IOTAVersionControlServices
  • Threads:
    • Das Interface IOTABreakpoint unterstützt nun Thread-Bedingungen.
    • Das Interface IOTAThread unterstützt jetzt folgende Funktionen:
      • Blockieren/Lösen von Threads
      • Zugreifen auf einen Thread-Namen
      • Mithilfe des Debugger-Evaluators überprüfen, ob eine bestimmte Klasse von einer anderen abgeleitet ist
  • Debugger-Visualisierungen: Folgende Interfaces unterstützen Debugger-Visualisierungen:
    • IOTADebuggerVisualizer
    • IOTADebuggerVisualizerValueReplacer
    • IOTADebuggerVisualizerExternalViewer
Siehe auch Debugger-Visualisierungen.
  • Visualisierungen und Haltepunkte: Das Interface IOTADebuggerServices unterstützt folgende Funktionen:
    • Zugreifen auf einen Modulhaltepunkt
    • Löschen eines Haltepunkts
    • Registrieren und Deregistrieren von Visualisierungen
  • Andockbare Ansichten: In der IDE können nun andockbare Ansichten erstellt und angezeigt werden. Siehe:
    • INTACustomDockableForm
    • Erweiterungen für INTAServices
  • Code-Folding: Die Zahl der "Code-Folding"-Aktionen, die Sie mithilfe der Tools-API ausführen können, wurde erhöht und an die Anzahl der Aktionen angepasst, die über die Kontextmenübefehle "Ausblenden" und "Einblenden" des Quelltext-Editors ausgeführt werden können. Siehe das Interface IOTAElideActions.
  • Lokale Sprache: Das Interface IOTAServices unterstützt das Abrufen der bevorzugten Sprache für die IDE.
  • Editor-Register der obersten und untersten Ebene: Es können nun neue Editor-Register erstellt und angezeigt werden. Sie können Editor-Register der obersten Ebene erstellen und Register der untersten Ebene hinzufügen. Siehe:
    • INTAEditorServices
    • INTACustomEditorView,
    • INTACustomEditorViewState
    • INTACustomEditorViewStatusPanel
    • INTACustomEditorSubView
    • IOTAEditorViewServices
  • IDE Insight: Erweiterungen für IDE Insight. Siehe:
    • INTAIDEInsightItem
    • IOTAIDEInsightCategory
    • IOTAIDEInsightNotifier
    • IOTAIDEInsightServices
  • Compiler-Dienste:
    • IOTACompileNotifier
    • IOTACompileServices.
  • Kontextmenüs der Projektverwaltung:
    • IOTAProjectMenuItemCreatorNotifier
    • IOTAProjectManager
    • IOTAMenuContext
    • IOTALocalMenu
    • IOTAProjectMenuContext
    • IOTAProjectManagerMenu

Siehe auch ToolsAPI enhancements von Chris Hesik.

SOAP-Unterstützung

Die SOAP-Unterstützung in RAD Studio wurde um neue Funktionen erweitert:

  • Die clientseitige Unterstützung für SOAP 1.2 wurde hinzugefügt. (Hinweis: Die serverseitige Unterstützung ist in diesem Release nicht für SOAP 1.2 aktiviert.)
  • Veraltete und nicht verwendete Optionen wurden entfernt.

Änderungen der Online-Hilfe

  • Neue Gliederung der Hilfe: Die Hauptabschnitte der Hilfe wurden geändert, wie der Inhalts-/Navigationsleiste auf der linken Seite zu entnehmen ist. Die neue Struktur der Oberbegriffe basiert auf Themengruppen (nicht mehr auf Begriffen wie "Allgemein" oder "Win32"). Die untergeordneten Themengruppen ähneln jedoch weiterhin den Gruppen in früheren Hilfesystemen von RAD Studio. Siehe Neuerungen in der Hilfe: Wo finde ich was?
  • Ein neues DocWiki: Die Online-Hilfe steht nun auf einem Wiki (http://docwiki.embarcadero.com/RADStudio/) zur Verfügung. Alle Benutzer sind eingeladen, sich die Dokumentation anzusehen und Kommentare und Vorschläge einzubringen.
Im Release des Produkts wird die Hilfe wie in der Vergangenheit als H2-Hilfe bereitgestellt, die im DExplore-Viewer geöffnet werden kann.

Siehe auch

Blogs, Videos und Vorschauen

Frühere Versionen
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